Woraus besteht BGM und was sind die einzelnen Bestandteile?

Das zentrale Ziel eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements, kurz BGM, ist es, für Beschäftigte ein gesundheitsförderndes Umfeld zu schaffen, in dem sie ihre Arbeits- und Leistungsfähigkeit bis in den Ruhestand beibehalten oder – im Optimalfall – sogar verbessern können. Das BGM besteht dabei aus drei Säulen, dem Betrieblichen Eingliederungsmanagement, dem Arbeitsschutz und der Betrieblichen Gesundheitsförderung.

BEM

Das Betriebliche Eingliederungsmanagement ist seit dem 01. Mai 2004 verpflichtend laut Sozialgesetzbuch für alle Arbeitgeber*innen. Das BEM kommt dann zur Anwendung, wenn eine Mitarbeiter*in länger als sechs Wochen insgesamt oder am Stück innerhalb eines Jahres arbeitsunfähig war. Das Ziel ist es, betroffenen Mitarbeiter*innen zu helfen, ihre Arbeitsunfähigkeit zu überwinden und einer erneuten Arbeitsunfähigkeit vorzubeugen. Zudem hat es zum Ziel, den Arbeitsplatz des/r jeweiligen Erkrankten zu erhalten. Das Angebot eines BEM muss von dem/r Arbeitnehmer*in nicht angenommen werden, aber Arbeitgeber*innen sind verpflichtet, es anzubieten. Denn einer erneuten Arbeitsunfähigkeit vorzubeugen, hat wirtschaftlichen Nutzen:
Die Kosten für die Einstellung und Einarbeitung neuer Beschäftigter werden vermieden.

Das BEM ist seit der Einführung auf viel Kritik gestoßen. Es würde einerseits unnötig viel Bürokratie verursachen und anderseits Druck auf Arbeitnehmer*innen ausüben, ihre Arbeitsunfähigkeit zu verkürzen. Hierauf wird in einem gesonderten Beitrag genauer eingegangen. Auf der anderen Seite ist die Gestaltung frei und bietet einen sehr großzügigen Rahmen!

Arbeitsschutz

Das Arbeitsschutzgesetz oder das “Gesetz über die Durchführung von Maßnahmen des Arbeitsschutzes zur Verbesserung der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes der Beschäftigten bei der Arbeit” ist der am häufigsten umgesetzte sowie bekannteste BGM-Bestandteil.
Vielen ist gar nicht bewusst, dass er ein wichtiger Teil des BGM ist. Dabei geht es hier viel um Prävention. Grundlegend geht es darum, dass die psychische und physische Gesundheit der Arbeitnehmer*innen geschützt wird und Gefahren so gering wie möglich gehalten werden. Hier kommt häufig die Gefährdungsbeurteilung am Arbeitsplatz zum Einsatz. 

Gerade diese Beurteilung und die Einweisung von Arbeitnehmer*innen gelten als wichtiger Präventionsaspekt, um die Gesundheit zu schützen. Dabei muss er Rücksicht auf besonders Schutzbedürftige nehmen, wie Schwangere oder Minderjährige. Zudem gibt es für einzelne Branchen & Tätigkeiten Sonderfälle und besondere Regelungen.
Der Arbeitgeber muss zudem Maßnahmen für den Arbeitsschutz ergreifen und regelmäßig prüfen. 

Betriebliche Gesundheitsförderung

Die Betriebliche Gesundheitsförderung ist die dritte Säule des BGM. Sie ist die einzige der drei Bestandteile, die keinen rechtlichen Rahmenbedingungen unterliegt und somit eine freiwillige Leistung des Arbeitgebers ist. Meist wird BGF daher als “Benefit” gesehen und häufig nur durchgeführt, wenn es einem Unternehmen gut geht. 

Die BGF ist sehr wichtig, um vor allem präventiv und motivierend auf Arbeitnehmer*innen einzuwirken. Zufriedene, motivierte und gesunde Mitarbeiter*innen sind die unverzichtbare Voraussetzung für den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmen.
Genau hier setzt die BGF an. 

Innerhalb der BGF gibt es unterschiedliche Angebote, z.B. die Beratung zur gesundheitsförderlichen Arbeitsgestaltung oder Maßnahmen für einen gesundheitsförderlichen Arbeits- und Lebensstil. Besonders wichtig sind dabei die Grundprinzipien. Zu diesen gehören vor allem die Mitarbeiterpartizipation und ein ganzheitliches Gesundheitsverständnis.

In BGF zu investieren, ist mehr als nur ein “schöner Mitarbeiterbenefit”. Für Betriebe ist nicht nur die kurzfristige Senkung von AU-Tagen und dementsprechend auch Krankheitskosten relevant. Auch mittel- und langfristig profitieren Unternehmen von einer erhöhten Effizienz, leichterer Rekrutierung von neuen Arbeitnehmer*innen, gestärkter Mitarbeiterbindung (dadurch erneute Optimierung und Kostensenkung von Fluktuation und Neueinstellung) und vielen weiteren Faktoren. Zudem erhöht eine gute BGF die Lebens- und Arbeitsqualität für Mitarbeiter*innen.

Die BGF kann als ein Zeichen von Qualität verstanden werden, sowohl intern als auch extern.
Vor allem die Lebens- und Arbeitsqualität für Mitarbeiter*innen wird deutlich erhöht.

Insgesamt sollten Betriebe ein BGM nicht als Pflicht oder Wellness ansehen, sondern als essentielles Investment mit wirtschaftlichem Nutzen. Denn gesunde und zufriedene Mitarbeiter*innen sind der wichtigste Bestandteil eines erfolgreichen Unternehmens.

Sie haben Interesse, die Gesundheit in Ihrem Unternehmen zu einem zentralen Thema zu machen? Sie möchten Ihre Mitarbeiter*innen im Arbeitsalltag unterstützen? Sie benötigen eine digitale Lösung, die jederzeit abrufbar ist und die körperliche sowie mentale Gesundheit stärkt?

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